Tauschen statt kaufen!

Die erste „Walk-in Closet“ Kleidertauschbörse in Oerlikon war der Hit. Der Andrang war gross und die Resonanz hervorragend. Ein Thema mit Relevanz.

Andrang in Oerlikon. (Foto: zvg.)

Kein Thema prägt aktuell das öffentliche Interesse so sehr wie die Diskussion um den Klimawandel. Die Kirche versucht mitzumischen, stellt die Zeiger auf fünf vor zwölf und solidarisiert sich mit der Bevölkerung im Protest. „Nicht genug“, bemerkt Projektleiterin Jill Kaiser. „Proteste sind gut und wichtig, allerdings ist es ein Anliegen der Jungen Kirche, dass Menschen partizipieren, ihre Interessen einbringen und Kirche mitgestalten können. Wir wollen am Puls der Menschen in Zürich sein.“

Den Puls gefühlt hat die Junge Kirche mit ihrer Initiative zur ersten Kleidertauschbörse: Rund 300 Besucher*innen aus dem ganzen Kanton, 25 ehrenamtliche Helfer*innen, zig hundert getauschte Kleider und eine durchwegs positive Resonanz. Junge Menschen begegneten an diesem Nachmittag einer lebendigen und einladenden Gemeinschaft, freiwillig und engagiert. Wiederholungsgefahr – 100 Prozent.

Die frisch ergatterten Kleider gleich individuell bedrucken. (Foto: zvg.)

Ein Kurzinterview mit der Projektleiterin Jill Kaiser:

Jill, bist du zufrieden mit dem ersten Walk-in Closet in Oerlikon?
Ja! es hat alles geklappt und wir haben viele gute Rückmeldung bekommen. Klar gab es 2-3 Dinge die besser hätten laufen können aber niemand ist perfekt und es muss ja noch Verbesserungspotential für nächstes Mal geben! Ohne mein Team hätte ich das aber nie geschafft, ein grosser verdienst geht auch an sie!

Was waren deine Highlights?
Die Atmosphäre war toll, dies verdanken wir auch den zwei spitzenmässigen DJs die mit ihrem Sound für den richtigen Feinschliff gesorgt haben! In Sachen offene und ungezwungene Atmosphäre kann uns kein Modegeschäft so leicht Konkurrenz machen,so ein Kleidertausch ist ein einmaliges und unvergessliches „Shopping“-Erlebnis. Ausserdem fand ich es toll, wie der Kleidertausch verschiedenste Generationen verbunden hat, vom zwei-jährigen Jungen bis zur 70 Jährigen Grossmutter waren alle mit dabei und hatten gleichermassen Spass an der Sache! 

Wie erklärst du das hohe Interesse?
Ich denke das hohe Intresse am Konzept Kleidertausch widerspiegelt das Umdenken welches momentan in den Köpfen der Leute vorgeht. Die Klimadebatte und der „Friday for Future“ haben uns das Thema Klimaschutz näher gebracht die Gesellschaft auch irgendwie „wachgerüttelt“. Das finde ich sehr wichtig, da es nicht so weitergehen kann wie bisher und so können wir als Individuen einen ganz kleinen Teil zu Verbesserung der Welt beitragen. Ich denke deshalb haben ihren Konsum verändert und gemerkt dass es toll ist einem nachhaltigen Kleiderkonsum nachzugehen, für die Umwelt und das Portemonnaie zugleich.

Eine strahlende Jill Kaiser während dem Anlass (Foto zvg.)

5 comments on “Tauschen statt kaufen!”

  1. Sutter sagt:

    Findet der Tausch morgen statt?

    1. simon sagt:

      hej sandy
      sorry, deinen beitrag hab ich zu spät gesehen. nein. wir mussten ihn leider absagen.

  2. Sutter sagt:

    Braucht Ihr allenfalls noch Hilfe vor Ort am 21.11.? Ich bin Gönnerin und würde sonst gerne vor Ort mithelfen. Es würde mich sehr freuen. Ich könnte dann meine Kleider gleich vorbeibringen – komme von Herisau AR.

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